web35corona turnhalle2 Donnerstag, 7. Mai 2020
Anspannung vor der zweiten Lockerung

Im Zuge der Lockerung der Massnahmen öffnen am Montag die Läden, Fitnesscenter nehmen ihren Betrieb auf, Sport in Kleingruppen wird ebenfalls erlaubt sein und die Kinder drücken wieder regelmässig die Schulbank.

red. Seit der Bundesrat Mitte April die schrittweise Lockerung der Corona-Massnahmen bekanntgab, steht bereits die zweite der vorerst drei Etappen kurz vor der Umsetzung.  Diese betrifft neben allen Einkaufsläden, Märkten und Fitnesscentern  auch die obligatorischen Schulen. So öffnen die Küssnachter Bezirksschulen nach achtwöchigem Homeschooling am Montag wieder ihre Türen. Der Schulalltag wird insbesondere auf der Sekundarstufe von Distanz und Hygiene geprägt sein. Zumindest bis zu den Sommerferien begleiten zudem zahlreiche Einschränkungen den Schulunterricht. Beim Schulpräsidium zeigt man sich zufrieden mit dem kantonalen Schutzkonzept und schaut positiv in die Zukunft.

Die Maturaprüfungen finden statt
Auch im Gymi Immensee herrscht Freude über die schrittweise Aufhebung der Massnahmen, vor allem aber darüber, dass die Maturaprüfungen nun stattfinden können. «Die Matura hat auch einen emotionalen Wert», sagt Rektor Benno Planzer. «Sich auf Prüfungen vorzubereiten, die den Stoff mehrerer Jahre testen, ist ausserdem eine wichtige Voraussetzung für die Studierfähigkeit.» Lange wussten die Gymnasiasten nicht, wie ihr Abschluss aussehen würde. Erst vor einer Woche entschieden sich der Erziehungsrat und die Bildungsdirektion des Kantons Schwyz für die Durchführung . Allerdings wird auf mündliche Tests verzichtet. Planzer ist zwar zufrieden, hätte sich aber eine frühere Lösung gewünscht.

Fithalten nur mit Abstand
Im sportlichen Bereich steht ebenfalls der nächste Schritt aus dem Lockdown an: Ab Montag darf einerseits wieder Sport in Kleingruppen betrieben werden, andererseits öffnen Fitnessstudios ihre Türen. Vor allem Letztere mussten einige Schutzvorkehrungen treffen. Aber: «Wir sind vorbereitet», sagt Iwan Kälin, Inhaber des Time Out. Ob es der richtige Zeitpunkt für die Wiedereröffnung sei, wisse er nicht. Er verlässt sich aber auf die Einschätzung des Bundesamtes für Gesundheit und meint: «Früher zu öffnen, wäre sicher zu früh gewesen.» Wie bei den Golf,- Tennis-, und Fussballvereinen, ging auch an den Fitnesscentern die Zeit des Lockdowns nicht spurlos vorbei – insbesondere in finanzieller Hinsicht.

Die zwei Seiten der Medaille
Im Gegensatz zur Sportbranche hatten Ladenbesitzer zwar die Möglichkeit, ihr Sortiment in den vergangenen zwei Monaten im Internet anzubieten. Doch der grössere Umsatz wird offenbar eben schon beim Verkauf über die Ladentheke gemacht. «Nur mit Online-Bestellungen kommen wir niemals an den üblichen Umsatz heran», sagt Fabilu-Inhaberin Olivia Niederer und wird in ihrer Aussage von anderen Detailhändlern bestätigt. Neben den Umsatzeinbrüchen beschäftigt sie deshalb hauptsächlich eines: die grosse Frage nach dem Kundenverhalten. Joe Purtschert, Geschäftsführer des Rigi Sport, blickt diesbezüglich in eine ungewisse Zukunft und spricht in dem Zusammenhang von zwei Seiten der Medaille.

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